Sonntag, 5. September 2010
Neue Krankheiten fordern neue Systeme
Lohnunternehmen Görries nutzt effektive und leistungsstarke Technik
Betriebe wachsen, Flächen werden größer und anders genutzt – in der Landwirtschaft ändern sich stetig die Rahmenbedingungen. Darauf stellt sich Lohnunternehmer Dirk Görries in der Wedemark bei Hannover ein. Mit modernster Technik bietet er seinen Kunden die Dienstleistung, die gewünscht wird – von der Düngung über Bodenbearbeitung bis hin zu Gras-, Getreide- und Maisernte. Seit kurzem hat das Lohnunternehmen eine besondere Dienstleistung im Angebot: das Mulchen mit einem Krone Mulcher Big M II. Damit können vor allem Ackerbauern mit Maisanbau profitieren, da mit dieser Technik die Maisstoppeln nachhaltig bearbeitet werden können.
Lohnunternehmer Dirk Görries ist ein echter Pionier, wenn es um die Nutzung neuer und schlagkräftiger Technik geht. Seine landwirtschaftlichen Kunden im Umkreis von 30 Kilometern rund um den Unternehmenssitz in der Wedemark können auf eine Vielzahl von Dienstleistungen zurückgreifen – seit kurzem aber auf eine ganz besondere: das Mulchen mit einem Krone Big M II. Damit reagiert der Lohnunternehmer auf den zunehmenden Maisanbau in der Region, der auf den Bau von Biogasanlagen zurückzuführen ist.
„Neue Krankheiten fordern neue Systeme“, weiß der Lohnunternehmer. „Mit dem Mais hat sich auch der Maiszünsler ausgebreitet und ist schon bis nach Niedersachsen vorgedrungen.“ Der Maiszünsler ist eine große Gefahr: Die von den Raupen besetzten Stängel brechen oft ab, was die Standfestigkeit der Maispflanzen verringert und dadurch die Ernte erschwert. Auch wird die jeweilige Maispflanze in ihrer Entwicklung geschwächt, da das Stängelmark im Herbst für die Energieeinlagerung in den Kolben nicht mehr zur Verfügung steht. Bei stark befallenen Parzellen können sich dadurch hohe Verluste entweder an Korn- oder Energieertrag einstellen.
In Folge des Maiszünslerbefalls entsteht außerdem oft eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit, zum Beispiel gegenüber den Schimmelpilzen Fusarium, die den Mais für die weitere Verwendung – mit Ausnahme der Biogasherstellung – unbrauchbar machen.
Mit seinem neuen Dienstleistungsangebot, die Maisstoppeln mit Schlegelmulch-technik zu bearbeiten, unterstützt Görries die Landwirte bei der erfolgreichen Bekämpfung des Maiszünslers. Dazu hat Görries in Zusammenarbeit mit der AGRAVIS Technik Weser-Aller GmbH in Walsrode, dem Landtechnik-Unternehmen Krone und dem Hersteller für Mulchgeräte Perfect den vorhandenen Krone Big M II aus dem Jahr 2005 mit einem Mulchgerät ausgestattet. 350 PS und eine Arbeitsbreite von neun Metern sorgen für eine leistungsstarke Bearbeitung der Maisstoppeln.
„Bei der Maisernte bleiben zwischen 15 und 30 cm Maisstängel stehen, die aber nicht verrotten“, erläutert Görries den Grund für das Mulchen. „In dem Stängel kann der Maiszünsler überleben. Mit dem Mulcher werden die Stängel je nach Bedarf auf gewünschter Höhe abgeschnitten, zerkleinert und verteilt, so dass der Maiszünsler nicht überleben kann.“ Dieses Angebot sei besonders für die Betriebe interessant, die mit der konservierenden Bodenbearbeitung ohne Pflug arbeiten und den Boden auf die Mulchsaat vorbereiten. Aber auch beim Einsatz des Pfluges sei die Verrottung der Stängel nicht gewährleistet, so dass der Schädling auch im Boden überleben könne. Auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln könne mit dem Mulchen weitestgehend verzichtet werden.
„Nach dem Mulcher kann der Boden schonend, aber gleichzeitig effektiv bearbeitet werden“, ist Görries sicher. „Und mit einer hohen Arbeitsleistung je Stunde auch sehr leistungsfähig. Schließlich ist modernste Technik nötig, um den Wert des Bodens zu erhalten und verbessern.“
Münster und Hannover, im Mai 2010
Foto: Sind überzeugt vom neuen, leistungsstarken System am Krone-Mulcher (v.li.): Enno Cornelius (Perfect-Handelsvertretung), Heiko Braasch (AGRAVIS Technik Weser-Aller), Denis Bülow (Krone), Herbert Schmidtke und Fritz-Dieter Rust (AGRAVIS Technik Weser-Aller), Dirk, Elfriede und Horst Görries sowie Holger Popillas (Geschäftsführer AGRAVIS Technik Weser-Aller).
Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen mit knapp 5 Mrd. Euro Umsatz und aktuell rund 5.000 Mitarbeitern. Die geschäftlichen Schwerpunkte der AGRAVIS Raiffeisen AG liegen in den klassischen Agrarsparten Getreide, Ölsaaten sowie Futtermittel, Düngemittel, Pflanzenschutz und Saatgut. Bedeutende Aktivitäten bestehen zudem in den Bereichen Agrartechnik und Energie. Darüber hinaus wird ein Einzelhandelsgeschäft in den Raiffeisen-Märkten betrieben. Eine nennenswerte wirtschaftliche Rolle kommt zudem dem Baustoffhandel zu.
Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist Großhandelspartner der Primärgenossenschaften vor Ort, die das Geschäft mit den Landwirten verantworten. Daneben beliefert die AGRAVIS Raiffeisen AG über Tochtergesellschaften – in Regionen ohne Primärgenossenschaften – die Landwirte auch direkt.
Das Arbeitsgebiet der AGRAVIS Raiffeisen AG reicht über große Teile Nordrhein-Westfalens bis nach Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Darüber hinaus bietet die AGRAVIS-Gruppe ihre Geschäftsmöglichkeiten und Dienstleistungen auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an. Unternehmenssitze sind Hannover und Münster.